diff --git a/README.md b/README.md index d84f532..c648d77 100644 --- a/README.md +++ b/README.md @@ -144,7 +144,7 @@ Aktuell wird Lithium zu 65% für Batterien, Keramik und Glas (18%), Schmierfette Wie bei jeder Ressource, die ausgebeutet wird, muss auch beim Lithium auf die Umweltbedingungen geachtet werden. Im Gegensatz zum Öl-Abbau stehen wir beim E-Auto noch am Anfang und haben jede Menge Möglichkeiten zur Verbesserung. ## 15. Kobalt steht für Kinderarbeit? -Kobalt wird schon seit langer Zeit genutzt. Neben dem Einsatz für Batterien jeglicher Art, wird es für Superlegierungen (Anwendung im Motoren-, Turbinen- und Triebwerksbau, in der Energietechnik sowie in Luft- und Raumfahrt) (Quelle), Färbemittel (Glas, Keramik, Plastik), Magnete oder Katalysatoren genutzt. Abbauländer sind Kongo, Russland, Australien oder Kuba. ([Quelle](https://www.deutsche-rohstoffagentur.de/DERA/DE/Downloads/m-kobalt.pdf?__blob=publicationFile&v=4)) Vor allem der Kobalt-Abbau im Kongo steht wegen der Kinderarbeit und schlechten Arbeitsbedingungen in der [Kritik](https://www.amnesty.de/informieren/aktuell/demokratische-republik-kongo-grosskonzerne-tun-zu-wenig-gegen-kinderarbeit). Zweifelsfrei ist Kinderarbeit inakzeptabel und weltweit noch zu sehr verbreitet. UNICEF schätzt, dass es weltweit 152 Millionen Kinderarbeiter gibt, die „unter Bedingungen arbeiten, die sie ihrer elementaren Rechte und Chancen berauben”. Kinder arbeiten in Steinbrüchen, in Minen, sehr häufig in der Landwirtschaft, in Werkstätten oder oft in der Textilproduktion. [Quelle](https://www.unicef.de/informieren/aktuelles/blog/kinderarbeit-fragen-und-antworten/166982) Betrachtet man die Zahlen der weltweiten Kinderarbeit genauer, so lässt sich erkennen, dass bei der Produktion von T-Shirts oder in der Landwirtschaft (Kaffee, Schokolade,…) die Wahrscheinlichkeit von Kinderarbeit sehr hoch ist. Es ist erfreulich, wenn mit der Elektromobilität die Problematik der Kinderarbeit endlich wieder breiter diskutiert wird. Das Thema wurde zu lange vernachlässigt. Dennoch lösen wir durch den Verzicht auf E-Autos das Problem der Kinderarbeit nicht. Auch die Hersteller nehmen dieses Thema ernst. So baut Tesla seit Sommer 2020 einige Modelle mit [kobaltfreien LFP Zellen](https://www.reuters.com/article/us-tesla-china-electric-exclusive-idUSKBN20C0RP) ([Mehr Infos](https://www.electrive.net/2020/07/20/tesla-soll-dieser-tage-erste-lfp-zellen-von-catl-erhalten/)). Auch der chinesische Batterie-Hersteller Svolt baut [jetzt im Saarland](https://www.pv-magazine.de/2020/11/17/svolt-investiert-2-milliarden-euro-in-gigawatt-fertigung-fuer-kobaltfreie-batteriezellen-im-saarland/) eine Batterie-Fabrik, die auf Akkus ohne Kobalt setzt. Die Erkenntnisse und Fortschritte bei den Batterien von E-Autos könnten auch auf die anderem batteriebetriebenen Geräte, wie Handy - oder Laptop, übertragen werden. Um die Arbeitsbedingungen zu verbessern und Kinderarbeit zu bekämpfen, können nun die großen E-Auto Hersteller mehr Druck ausüben, brauchen aber die Unterstützung der anderen Branchen, wo Kobalt eingesetzt wird. +Kobalt wird schon seit langer Zeit genutzt. Neben dem Einsatz für Batterien jeglicher Art, wird es für Superlegierungen (Anwendung im Motoren-, Turbinen- und Triebwerksbau, in der Energietechnik sowie in Luft- und Raumfahrt) (Quelle), Färbemittel (Glas, Keramik, Plastik), Magnete oder Katalysatoren genutzt. Abbauländer sind Kongo, Russland, Australien oder Kuba. ([Quelle](https://www.deutsche-rohstoffagentur.de/DERA/DE/Downloads/m-kobalt.pdf?__blob=publicationFile&v=4)) Vor allem der Kobalt-Abbau im Kongo steht wegen der Kinderarbeit und schlechten Arbeitsbedingungen in der [Kritik](https://www.amnesty.de/informieren/aktuell/demokratische-republik-kongo-grosskonzerne-tun-zu-wenig-gegen-kinderarbeit). Zweifelsfrei ist Kinderarbeit inakzeptabel und weltweit noch zu sehr verbreitet. UNICEF schätzt, dass es weltweit 152 Millionen Kinderarbeiter gibt, die „unter Bedingungen arbeiten, die sie ihrer elementaren Rechte und Chancen berauben”. Kinder arbeiten in Steinbrüchen, in Minen, sehr häufig in der Landwirtschaft, in Werkstätten oder oft in der Textilproduktion ([Quelle](https://www.unicef.de/informieren/aktuelles/blog/kinderarbeit-fragen-und-antworten/166982)). Betrachtet man die Zahlen der weltweiten Kinderarbeit genauer, so lässt sich erkennen, dass bei der Produktion von T-Shirts oder in der Landwirtschaft (Kaffee, Schokolade,…) die Wahrscheinlichkeit von Kinderarbeit sehr hoch ist. Es ist erfreulich, wenn mit der Elektromobilität die Problematik der Kinderarbeit endlich wieder breiter diskutiert wird. Das Thema wurde zu lange vernachlässigt. Dennoch lösen wir durch den Verzicht auf E-Autos das Problem der Kinderarbeit nicht. Auch die Hersteller nehmen dieses Thema ernst. So baut Tesla seit Sommer 2020 einige Modelle mit [kobaltfreien LFP Zellen](https://www.reuters.com/article/us-tesla-china-electric-exclusive-idUSKBN20C0RP) ([Mehr Infos](https://www.electrive.net/2020/07/20/tesla-soll-dieser-tage-erste-lfp-zellen-von-catl-erhalten/)). Auch der [Sion von Sono Motors](https://sonomotors.com/site/assets/files/1621/informationsblatt_sion.pdf) wird mit eine LFP Batterie kommen, also ohne Kobalt. Auch der chinesische Batterie-Hersteller Svolt baut [jetzt im Saarland](https://www.pv-magazine.de/2020/11/17/svolt-investiert-2-milliarden-euro-in-gigawatt-fertigung-fuer-kobaltfreie-batteriezellen-im-saarland/) eine Batterie-Fabrik, die auf Akkus ohne Kobalt setzt. Die Erkenntnisse und Fortschritte bei den Batterien von E-Autos könnten auch auf die anderem batteriebetriebenen Geräte, wie Handy - oder Laptop, übertragen werden. Um die Arbeitsbedingungen zu verbessern und Kinderarbeit zu bekämpfen, können nun die großen E-Auto Hersteller mehr Druck ausüben, brauchen aber die Unterstützung der anderen Branchen, wo Kobalt eingesetzt wird. ## 16. CO2 Gesamtbilanz ist schlechter als beim Verbrenner Bevor ein E-Auto den ersten Kilometer fährt, ist seine CO2 Bilanz bei der Herstellung [schlechter als von einem Verbrenner](https://www.gruene-bundestag.de/fileadmin/media/gruenebundestag_de/themen_az/mobilitaet/pdf/200831-Studie_EAuto_versus_Verbrenner_CO2.pdf). Hauptgrund ist die Produktion der Batterie, die durch einen hohen Strombedarf mehr CO2 verursacht, wenn nicht mit 100% grünem Strom produziert wird. So muss ein Tesla Model 3 ungefähr 30.000 Kilometer fahren, um seinen CO2 Nachteil auszugleichen ([Quelle: Studie der Eindhoven University of Technology im Auftrag von Bündnis 90/Die Grünen](https://www.gruene-bundestag.de/fileadmin/media/gruenebundestag_de/themen_az/mobilitaet/pdf/200831-Studie_EAuto_versus_Verbrenner_CO2.pdf)). Die Auto-Hersteller halten sich insgesamt bedeckt, wie viel Strom tatsächlich für die Produktion benötigt wird und ob dieser grün ist. Gleichzeitig stellen sie die Fabriken bereits auf erneuerbare Energien und CO2-Kompensationen um ([Link](https://www.volkswagen-newsroom.com/de/storys/so-wird-der-id3-co2-neutral-5523), [Link](https://www.spiegel.de/wirtschaft/klimaschutz-wie-deutschland-klimaneutral-werden-kann-a-00000000-0002-0001-0000-000173622018?sara_ecid=soci_upd_KsBF0AFjflf0DZCxpPYDCQgO1dEMph), [Link](https://www.teslarati.com/tesla-gigafactory-nevada-solar-panel-ramp-images/)).